Lesung und Gespräch mit Marianna Kijanowska
Am 28. September 2026 liest die ukrainische Dichterin, Essayistin, Übersetzerin, Literaturwissenschaftlerin und Schewtschenko-Preisträgerin des Jahres 2020, Marianna Kijanowska, auf Einladung der „Ukrainisch-Deutschen Kulturgesellschaft Tscherniwzi“ aus ihren Werken.
Das Datum ihres Auftritts in Czernowitz ist symbolträchtig: Am 29. September wird in der Ukraine und weltweit der Gedenktag für die Opfer von Babyn Jar begangen. Kijanowska wurde für ihren Gedichtband „Babyn Jar. Stimmen“ mit dem Taras-Schewtschenko-Literarturpreis ausgezeichnet und erhielt dafür 2022 den Titel „Europäische Dichterin der Freiheit“. Die ergreifenden Zeugnisse der unschuldig in Babyn Jar Ermordeten sind Stimmen, denen die Autorin Worte und Raum verleiht. Doch diese Stimmen sprechen nicht nur über die Vergangenheit, die nach Erinnerung verlangt. Sie sprechen auch über die Gegenwart, über unseren Krieg, unsere Verluste, unser Leben davor und danach, über den Tod und die Hoffnung.
Marianna Kijanowska wird Gedichte aus der Sammlung „Babyn Jar. Stimmen“ lesen sowie Werke, die seit dem Beginn des Angriffskriegs entstanden sind. Gemeinsam mit der Moderatorin Svitlana Vardevanian wird sie über das Schreiben von Büchern, den genozidalen Krieg gegen die Ukrainer, die Sprache des Hasses und die Kraft der Poesie sprechen.
Die Lesung setzt die Veranstaltungsreihe anlässlich des 125. Geburtstags der bukowinischen Autorin Rose Ausländer fort.
Wir laden alle Literaturinteressierten herzlich zu diesem Abend mit Marianna Kijanowska ein. Die Veranstaltung findet in der Werkstattbühne des Olga-Kobylanska-Stadttheaters Tscherniwzi (Lessja-Ukrajinka-Str. 9) statt.
Der Eintritt ist frei. Beginn ist um 18:00 Uhr.
Vielen Dank an Anna Styopina für das grafische Design.
Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts Ukraine statt.

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