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Übersetzung der Biografie von Selma Meerbaum-Eisinger

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Übersetzung der Biografie von Selma Meerbaum-Eisinger

Im Dezember 2025 startete in Tscherniwzi ein Übersetzungsprojekt, das sich der Biografie der „bukowinischen Anne Frank“, der Dichterin Selma Meerbaum-Eisinger* (1924-1942) widmet.

Das Übersetzerinnen-Team von zwei Lehrstühlen – dem für germanische Philologie und Übersetzungswissenschaft sowie dem für ausländische Literatur und Literaturtheorie an der Yurij-Fedykowytsch-Universität Tscherniwzi, bestehend aus Maria Holban, Antonina Korol, Olha Kravchuk, Oxana Matiychuk, Julia Melnyk, Larysa Oleksyshyna, Iliana Polischuk und Karina Ungurean begann unter der Leitung der bekannten ukrainischen Übersetzerin Roksolana Sviato mit der Übersetzung aus dem Deutschen des Buches „Ich hatte keine Zeit, es zu Ende zu schreiben. Selma Merbaum. Biografie und Gedichte” von Marion Tauschwitz, dessen überarbeitete Ausgabe 2023 im Verlag zu Klampen! erschienen ist. 

Drei Tage lang, vom 18. bis zum 20. Dezember 2025, wurde intensiv am Text gearbeitet, wichtige stilistische Details und Nuancen der Übersetzung verschiedener historischer und religiöser Realitäten und Phänomene wurden diskutiert und wertvolle Übersetzungstipps ausgetauscht. Damit alle Teilnehmerinnen des Übersetzungsteams besser in das Leben von Selma und den historischen Kontext eintauchen konnten, hielt Olga Kravchuk im Vorfeld den Vortrag mit dem Titel „Plötzlich hallt mein Schritt nicht mehr... Poesie und Schicksal von Selma Meerbaum-Eisinger”. Der Übersetzer Selmas Gedichte, Professor Petro Rychlo, bereicherte die Arbeit des Teams mit einer exklusiven Exkursion zu den Orten Selmas in Tscherniwzi.

Weiterhin wird die Arbeit sowohl individuell als auch von Zeit zu Zeit im Teamformat fortgesetzt. Roksolana Sviato steht für die Beratung und Besprechung online zur Verfügung. Anschließend wird die kollektive Übersetzung von Larysa Oleksyshyna endgültig redigiert und dem Verlag 21 in Tscherniwzi zur Veröffentlichung in ukrainischer Sprache übergeben.

Die NGO „Ukrainisch-Deutsche Kulturgesellschaft Tscherniwzi” dankt allen beteiligten Dozentinnen der Universität Tscherniwzi für die Möglichkeit, dieses für Tscherniwzi so wichtige Projekt fachlich umzusetzen. Das Projekt findet mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Institut Ukraine statt.

Fotos: Olha Kravchuk, Larysa Oleksyshyna

* Wir verwenden Selmas „literarischen Namen“, denn so ist sie dank ihres Lehrers Hersch Segal und des Journalisten Jürgen Serke in die Geschichte der deutschsprachigen Literatur eingegangen. Dies mindert in keiner Weise die Bedeutung der Entdeckung von Marion Tauschwitz, sondern spiegelt z. B. die Position des Forschers und Übersetzers von Selmas Gedichten, Professor Peter Rychlo, wider, die unsere Organisation teilt. Diese Variante des Nachnamens der Dichterin aus Tscherniwzi wird auch weiterhin im deutschsprachigen Raum verwendet – so veröffentlichte beispielsweise der Reclam Verlag im September 2025 das Buch „Selma Meerbaum-Eisinger. Blütenlese. Sämtliche Gedichte“.

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